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Rückgedeckte Pensionszusagen

Die gesetzliche Rente versorgt Arbeitnehmer meist schlecht und recht und nur bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe. Wer mehr verdient, steht im Ruhestand zwangsläufig erst einmal vor einer Versorgungslücke. Solche Versorgungslücken lassen sich oftmals schließen. Mit einer rückgedeckten Pensionszusage werden betriebsfremde Risiken oftmals erfolgreich ausgelagert.

Allerdings sind viele Direktzusagen heute notleidend geworden. Denn viele dieser Zusagen sind nicht ausreichend ausfinanziert. Gesunkene Überschüsse haben dazu geführt, dass aus Rückdeckungsversicherungen weniger Leistungen resultieren als ursprünglich gedacht.

Geänderte Biometrie – beispielsweise aufgrund von Langlebigkeit – hat den nötigen Finanzierungsbedarf im Zeitablauf ebenfalls deutlich erhöht.

Ein Arbeitgeber kann für die Erfüllung dieser Direktzusage oftmals Mittel ansparen. Die Frage ist nur, was passiert, wenn sich ein Delta zwischen den zugesagten Pensionszahlungen und dem Tatsächlichen auftut.

Wenn Deckungslücken auftreten, haften oftmals die Arbeitgeber, sprich Gesellschaften oder sogar Geschäftsführer direkt. Dies hat das Landesarbeitsgericht Hamm in einem relativ jungen Urteil am 06.12.2017 (4 Sa 852/17) entschieden.

Daher ist es notwendig, dass der jeweilige Bestand der Direktversicherungen und rückgedeckten Pensionszusagen ständig kontrolliert und entsprechend angepasst wird.

Hier macht es Sinn, Zusagen entsprechend zu berechnen und auch die Produkte nach deren Rückkaufswerten zu kontrollieren. Eventuell macht es sogar Sinn, gewisse Verträge rückabzuwickeln. Sei es nach allgemeinen Kündigungsrechten, sei es teilweise über Möglichkeiten eines Widerrufes.

Es zeigt sich, dass aufgrund der oftmals nicht ausreichend ausfinanzierten Zusage Haftungsgefahren in jeglicher Hinsicht drohen. Um solche Haftungsgefahren zu minimieren, muss sich aktiv gekümmert werden.

Sprechen Sie uns gerne auf dieses Thema an.